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***Zuhörerkritik***: „Ein Deutsches Requiem“ von Johannes Brahms Konzerte am 9. und 10. April 2011 in Braunschweig und Hannover
DBRAHMS’ REQUIEM IN DER MARKUSKIRCHE, EIN ZUTIEFST AUFRHRENDES ERLEBNIS
Es beginnt mit den klugen Hinführungen des Dirigenten Gerd Müller-Lorenz im Programmheft: Der Not, der flachen Schnelllebigkeit, der Wucht negativer Informationen aus allen Teilen der Welt sollte wenigstens für zwei Stunden „Zuspruch, Halt und Trost“ entgegen gestellt werden. Und die Menschen kamen, standen vor dem Eingang in langer Reihe unter der Sonntagssonne, füllten dann die Markuskirche, auch mit großen Erwartungen!
Dem Aufruf des Oboisten Kiyoshi Matsubara, für Japan zu spenden, wird sich kaum einer der Konzertbesucher entziehen wollen.
Dem Hauptteil war ein symbolfreudiges, eindrucksvoll dunkel fließendes Stck von Carsten Borkowski (* 1965) voran gestellt, das nahtlos in den ersten Satz des Brahmsschen Requiems hinüber leitete. In dieser Weise noch nie geehrt, eine feinsinnige Brücke zwischen Neu und Alt.
In welchem Kantoren- und Konzertbetrieb gelingt es heute noch, dass die Einstudierung des Chores und des Orchesters in einer einzigen Interpretationshand liegen?! So ein Glücksfall mit einem großen, stimmkräftigen Chor und einem bis in jedes Detail hellhörig reagierenden Orchester ereignete sich bei dieser Aufführung. Was für eine weit gespannte, geduldige Probenarbeit mit umweglos klaren Ansagen muss da voraus gegangen sein, um eine solche „obere Einfachheit“ zu erreichen!
Das Verdienst liegt eindeutig beim Dirigenten Gerd Müller-Lorenz. Mit souveräner Ruhe und Sorgfalt führt er Chor und Orchester durch die sieben Sätze dieser wunderbaren Musik, die sich allen verbalen Erklärungen entzieht. Nur diese Demut vor dem Werk bewirkt, dass der Eindruck entsteht, der Dirigent gibt nicht notwendige Einsätze, vielmehr setzt er Klänge frei, die schon längst vorbereitet sind. Das gelingt besonders beim Chor und dort bei den hohen Sopranen, die nie überfordert scheinen, vielmehr wird ihnen Raum gegeben und alle Freiheit, schön zu klingen. Die beiden Solisten Miriam Meyer (Sopran) und Jörg Schneider (Bariton) erfüllten die hohen Anforderungen mit großem Ernst und Leichtigkeit in der Höhe.
Wohltuende, tiefe Stille nach der Aufführung. Lang anhaltender Beifall mit standing ovations. Sympathische Bescheidenheit der Interpreten. Dem brillanten Dirigenten Gerd Müller-Lorenz, dem Choranima Nova und der Kammersymphonie Hannover wünschen wir noch viele Konzerte in unserer Stadt und draußen in der Welt.
G.W. Im April 2011
Das Konzertplakat können sie als pdf-Dokument HIER downloaden
***Pressestimmen 2009***: Pressestimmen zum a-Cappella-Konzert Verleih uns Frieden - Musik und Worte zur Stillen Zeit im November 2009
Unter dem Motto "Musik und Worte zur Stillen Zeit" veranstaltete der Choranima Nova im November eine anspruchsvolle a-Cappella-Konzertreihe.
- 6. Nov. 2009: Springe | Neuapostolische Kirche, Im Sieke 19 | 19.30 Uhr Plakat
- 7. Nov. 2009: Braunschweig | St. Jakobi, Goslarsche Str. 31 | 18.00 Uhr Plakat
- 8. Nov. 2009: Hannover | Gartenkirche St. Marien, Marienstr. 35 | 17.00 Uhr Plakat
Das Programm beinhaltete Werke von Heinrich Kaminski (Aus der Tiefe rufe ich Herr zu Dir, Psalm 130), Felix Mendelssohn-Bartholdy (Herr, nun lässest Du Deinen Diener, sowie drei geistliche Lieder für Alt-Solo, Chor und Orgel), Heinrich Schütz (aus: Geistliche Chormusik: Verleih uns Frieden, Gib unseren Fürsten, Unser keiner lebet ihm selber, u.a.) und Johann Michael Bach (Unser Leben währet siebenzig Jahr, Ich weiß, dass mein Erlöser lebt).
- Ann Juliette Schindewolf, Mezzosopran
Johannes Brungs, Cello Birgit Muranaka, Kontrabass Daniel Rudolph, Continuo Frank Preusse, Sprecher
- Choranima Nova, Hannover
- Leitung: Leslie Suganandarajah
Die Pressestimmen haben wir hier zusammengefasst.
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